Eines der größten Ziele in Bezug auf die nachhaltige Entwicklung ist es, ein hochwertiges soziales Umfeld zu gewährleisten, das ein würdiges Leben und die Förderung der persönlichen Entwicklung sowie harmonische zwischenmenschliche Beziehungen ermöglicht. Ziel des zweiten Teilbereichs der Lausanner Agenda 21 ist es, in den verschiedenen Stadtvierteln der Kommune die Knüpfung sozialer Kontakte zu ermöglichen, zu verstärken oder wiederherzustellen, gegen den sozialen Ausschluss zu kämpfen und die Entwicklung von Verhaltensweisen zu fördern, die den Imperativen eines nachhaltigen Zusammenlebens entsprechen. Das Aktionsprogramm artikuliert sich insbesondere um folgende zwei Achsen: Zunächst markiert es die Einführung einer umfassenden partizipativen Vorgehensweise - Stadtviertel 21 genannt - welche die Bewohner von Lausanne einlädt, sich mit den Problemen ihres Viertels zu befassen. Diese innovative Vorgehensweise wurde im Jahr 2003 initiiert, indem Innovationsworkshops gebildet wurden, die für die ganze Bevölkerung geöffnet waren. Sie steht unter dem Zeichen des Austausches und basiert auf Abstimmungen. Sie ermöglicht außerdem den Beginn einer echten Partnerschaft zwischen der Bevölkerung, den Behörden und der Verwaltung. Dieser Bericht sieht zudem vor, die Politik des Kampfes gegen den Ausschluss, die Zugangsvoraussetzungen zu den Wohnungen und das soziale Miteinander in den Stadtvierteln zu verbessern. Auf diese Weise wird eine neue, subventionierte Wohnungspolitik vorgeschlagen. Diese versteht es, das soziale Miteinander in den Stadtvierteln und eine in Bezug auf die Wohnungen ausgeglichene regionale Politik zu fördern. Das Bestreben, die Bewohner wesentlich mehr an der Gestaltung des Lebens in ihrem Stadtviertel zu beteiligen, hat sich überdies 2002 im Stadtviertel Bourdonnette in der Einrichtung eines lokalen Fernsehsenders geäußert. |